Psychobilly
Die sicherlich abstruseste Splittergruppe innerhalb der großen Rock’n’Roll Familie, aber auch die fortschrittlichste. Entstanden in den frühen 80ern aus der Neo-Rockabilly-Welle heraus, entwickelte sich das Ganze rasch zu einer der eigenständigsten Gruppierungen der Szene. Ist es bei Rock’n’Rollern, Rockabillies und Hep Cats noch die Liebe zur Vergangenheit, zu den 40er und 50er Jahren und allem, was dazugehört, so steht bei den Psychobillies eindeutig der Spaß an der Sache im Vordergrund: man ist weniger versessen auf originale Klamotten, auf alte Scheiben und 50ies-Kram im allgemeinen, sondern lebt im Hier und Jetzt.
Als eigentliche Begründer dieser Musikrichtung, die - wie die meisten anderen auch - in London entstand, gelten die Meteors, die nach wie vor einen unumstrittenen Kultstatus einnehmen. Bald schon bildeten sie und weitere neue Bands wie Guana Batz, Fireball XL5, Ricochets u.a. eine eigene Szene, die sich deutlich von der herkömmlichen Rock’n’Roll Szene unterschied: Hier wurde knallharter Rockabilly mit Punkelementen gemischt und mit Texten über Monster, Mutanten, Massenmörder und Ufos versehen (wobei der Einfluss von berühmt-berüchtigten B-Movies der 50er Jahre wie ”Creature from the black Lagoon” oder ”Plan 9 from outer space” nicht zu übersehen ist). Es wurde auch nicht mehr geboppt und gestrollt, sondern eine ziemlich gewalttätige Art Pogo getanzt, die sinnigerweise ”Wreckin‘” (von engl. ”to wreck” – zerstören, zertrümmern) genannt wurde.
Schnell etablierte sich der neue Stil, und Hunderte von Rockabillies liefen zum Psychobilly (in der Anfangszeit noch ”Punk-a-Billy” genannt) über. Das dies zu Spannungen führte, wird jeder bestätigen können, der in den 80ern auf einem Restless- oder Scamps-Gig war.
Der Psychobilly der 80er Jahre war noch sehr Rockabilly-betont und Rockabilly-Bands wie Get Smart, Rochee The Sarnos, Fractured u.a. wurden derart von der Szene vereinnahmt, dass man diese Bands heute als Psychobilly-Bands betrachtet.
Das Äußere änderte sich ebenfalls: Doc Martens Stiefel oder Creeps, mit Domestos gewollt fleckig gebleichte Bluejeans, Bomberjacken, Donkeyjackets oder auch mal Collegejacken zählten und zählen zu den beliebtesten Kleidungsstücken. Bei den Mädels kam im Laufe der Zeit ein Faible für Lack und Leder auf, sowie für Leopardenmuster und ähnlich Auffälliges. Großflächige Tätowierungen gehörten ebenso dazu wie die unverwechselbare Frisur: In den Anfängen trug man die Haare zwar schon im Flattop-Stil, doch in den folgenden Jahren entwickelte sich die Sache immer mehr weg von der herkömmlichen Rock’n’Roll-Frisur. Die Seiten werden jetzt meist kahl geschoren und die Flats, die das Haupt zieren, erreichen in Größe und Farbe ungeahnte Dimensionen (beeinflusst durch Bands wie Demented Are Go, Klingonz u.a.).
Musikalisch gesehen ist Psychobilly sicherlich die fortschrittlichste und offenste Art des Rock’n’Roll. Wie bereits erwähnt: Psychobillies sehen alles nicht so eng. Ohne Rücksicht auf Verluste wird Rock’n’Roll mit Elementen aus Punk (Demented Are Go), Heavy Metal (Banane Metalik), 60ies Punk (Sting Rays), Ska (Tokio Skunx) und anderen Musikrichtungen gemixt. (Fast) immer mit dabei: der obligatorische Kontrabass, der, meist in einem wahren Affenzahn geslappt, für den unverwechselbaren Psychobilly-Touch sorgt.
Konzerttechnisch gesehen zählt die Psychoszene noch immer zu einer der aktivsten, auch wenn sie, wie andere Szenen auch, ein zeitweises Abflauen zu verkraften hat. Zu den größten und bekanntesten Festivals gehört z.B. der Berliner Wildcat Weekender (D) und der Big Rumble (GB). Auch magazinmäßig gibt es eine ganze Menge, es seien hier nur mal das Backstage (D) und das Deathrow Database (GB) erwähnt, die sich fast ausschließlich Psychobilly und Neo-Rockabilly widmen.
Als eigentliche Begründer dieser Musikrichtung, die - wie die meisten anderen auch - in London entstand, gelten die Meteors, die nach wie vor einen unumstrittenen Kultstatus einnehmen. Bald schon bildeten sie und weitere neue Bands wie Guana Batz, Fireball XL5, Ricochets u.a. eine eigene Szene, die sich deutlich von der herkömmlichen Rock’n’Roll Szene unterschied: Hier wurde knallharter Rockabilly mit Punkelementen gemischt und mit Texten über Monster, Mutanten, Massenmörder und Ufos versehen (wobei der Einfluss von berühmt-berüchtigten B-Movies der 50er Jahre wie ”Creature from the black Lagoon” oder ”Plan 9 from outer space” nicht zu übersehen ist). Es wurde auch nicht mehr geboppt und gestrollt, sondern eine ziemlich gewalttätige Art Pogo getanzt, die sinnigerweise ”Wreckin‘” (von engl. ”to wreck” – zerstören, zertrümmern) genannt wurde.
Schnell etablierte sich der neue Stil, und Hunderte von Rockabillies liefen zum Psychobilly (in der Anfangszeit noch ”Punk-a-Billy” genannt) über. Das dies zu Spannungen führte, wird jeder bestätigen können, der in den 80ern auf einem Restless- oder Scamps-Gig war.
Der Psychobilly der 80er Jahre war noch sehr Rockabilly-betont und Rockabilly-Bands wie Get Smart, Rochee The Sarnos, Fractured u.a. wurden derart von der Szene vereinnahmt, dass man diese Bands heute als Psychobilly-Bands betrachtet.
Das Äußere änderte sich ebenfalls: Doc Martens Stiefel oder Creeps, mit Domestos gewollt fleckig gebleichte Bluejeans, Bomberjacken, Donkeyjackets oder auch mal Collegejacken zählten und zählen zu den beliebtesten Kleidungsstücken. Bei den Mädels kam im Laufe der Zeit ein Faible für Lack und Leder auf, sowie für Leopardenmuster und ähnlich Auffälliges. Großflächige Tätowierungen gehörten ebenso dazu wie die unverwechselbare Frisur: In den Anfängen trug man die Haare zwar schon im Flattop-Stil, doch in den folgenden Jahren entwickelte sich die Sache immer mehr weg von der herkömmlichen Rock’n’Roll-Frisur. Die Seiten werden jetzt meist kahl geschoren und die Flats, die das Haupt zieren, erreichen in Größe und Farbe ungeahnte Dimensionen (beeinflusst durch Bands wie Demented Are Go, Klingonz u.a.).
Musikalisch gesehen ist Psychobilly sicherlich die fortschrittlichste und offenste Art des Rock’n’Roll. Wie bereits erwähnt: Psychobillies sehen alles nicht so eng. Ohne Rücksicht auf Verluste wird Rock’n’Roll mit Elementen aus Punk (Demented Are Go), Heavy Metal (Banane Metalik), 60ies Punk (Sting Rays), Ska (Tokio Skunx) und anderen Musikrichtungen gemixt. (Fast) immer mit dabei: der obligatorische Kontrabass, der, meist in einem wahren Affenzahn geslappt, für den unverwechselbaren Psychobilly-Touch sorgt.
Konzerttechnisch gesehen zählt die Psychoszene noch immer zu einer der aktivsten, auch wenn sie, wie andere Szenen auch, ein zeitweises Abflauen zu verkraften hat. Zu den größten und bekanntesten Festivals gehört z.B. der Berliner Wildcat Weekender (D) und der Big Rumble (GB). Auch magazinmäßig gibt es eine ganze Menge, es seien hier nur mal das Backstage (D) und das Deathrow Database (GB) erwähnt, die sich fast ausschließlich Psychobilly und Neo-Rockabilly widmen.